1. Hilfe für Carer
  2. Wie kann ich immer sicherer werden?
  3. Betreuungs- und Pflegefachwissen. Medizinische Infos.

Wie kann ich einem trauernden Kind helfen?

Bei tragischen Ereignissen wie einem Todesfall neigt man dazu Kinder schützen zu wollen, um ihre heile Welt nicht zu erschüttern.

Wenn man Kindern das Gespräch über den Tod vorenthält oder Todesfälle sogar verheimlicht, nimmt man ihnen die Chance die die Erlebnisse richtig einzuordnen und kindgerecht zu trauern. 


Wie kann ich einem trauernden Kind helfen?

Behalten Sie den normalen Tagesablauf bei und sorgen Sie für klare Strukturen und Grenzen. Das vermittelt Sicherheit. Geben Sie den Kindern Zuwendung. Beteiligen Sie die Kinder an Entscheidungen. Das verstärkt das Gefühl von Kontrolle und vermindert das Gefühl der Hilflosigkeit. Lassen Sie die Kinder an der Beerdigung teilnehmen, wenn sie es möchten. Es kann hilfreich sein, wenn die Kinder von einer Vertrauensperson, die weniger betroffen ist, begleitet und betreut werden. Lassen Sie die Kinder malen, modellieren, spielen, etc., um den Tod besser zu begreifen und ihre Gefühle auszudrücken. Geben Sie den Kindern die Möglichkeit, sich zu verabschieden.

Was gibt es für Abschiedsrituale für Kinder?

Rituale können beim Abschiednehmen und beim Umgang mit negativen Gefühlen helfen.
Den Sarg mit Kreide anmalen Den Verstorbenen nochmals anfassen oder ihm etwas zum Abschied sagen Luftballon mit einer Botschaft an den Verstorbenen fliegen lassen
Erinnerungsbuch oder -kiste zusammenstellen (z.B. mit Erinnerungsstücken, «Lieblingserinnerungen», «Was man noch sagen wollte»); das Erinnerungsalbum «Ich habe dich im Herzen» von Petra Jenni-Furrer eignet sich hierfür sehr gut Den Kindern aus einem Kinderbuch zum Thema Tod und Abschiednehmen vorlesen. Den Verstorbenen einen Abschiedsbrief schreiben oder Zeichnungen malen und in den Sarg legen

Wie Kinder trauern:

Es hängt vom jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder ab, wie sie den Tod begreifen. Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie trauern nicht kontinuierlich, sondern auf eine sprunghafte Weise. Ihre Gefühle wechseln immer wieder ab. Dadurch dass die Trauer immer wieder unterbrochen wird, kann sie länger dauern als bei Erwachsenen. Zudem verfügen Kinder über eingeschränkte Fähigkeiten, ihre Gefühle zu verbalisieren und belastende Gefühle über einen längeren Zeitraum auszuhalten. Deshalb brauchen sie kindgerechte Ausdrucksformen für ihre Trauer und trauerfreie Zeiten (z.B. Spiel- und Ablenkungsmöglichkeiten). Jedes Kind ist anders und es ist wichtig, jedem seine ganz eigene Trauer zuzugestehen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Pro Juventute.